Junior-Ranger & Wanderratten

Abenteuer inmitten der Rhöner Natur.
„Wanderratten“ und „Junior-Ranger“ erkunden gemeinsam das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön.

Wie baut man einen Nistkasten? Wie produziert man seinen eigenen Honig und wie sieht ein Birkhuhn aus? All das wissen die „Junior-Ranger“ des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön nur allzu gut. „Rattige Aktionen“ wie Kanu-Törns, Spurensuche der Wildkatze oder Beobachtung der Himmelsplaneten erleben die „Wanderratten“. Beide sind Jugendgruppen aus dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und finden Abenteuer in der Rhöner Natur so richtig gut.

Im bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön gibt es die „Wanderratten“. Die Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren erleben ähnliche Abenteuer wie die „Junior-Ranger“ in Hessen und Thüringen, die zwischen sieben und 15 Jahre alt sind. Bei beiden Gruppen steht die Umweltbildung ganz oben auf der Agenda – also das Lernen in und mit der Natur. Fachkundige Betreuer sorgen dafür, dass die Mädchen und Jungen mit den Besonderheiten des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön vertraut gemacht werden.

Ein Planetenweg durchs ganze UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Es geht um Spiel und Abenteuer in der Gruppe, um Teamgeist und vor allem darum, die Rhöner Natur kennenzulernen. Gemeinsame Camps, Touren und Workshops in der Natur stehen im Vordergrund. Dabei arbeiten beide Jugendgruppen eng zusammen. Das nächste ganz große Projekt ist die Einrichtung eines Planetenweges in allen drei Bundesländern des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Ausgangspunkte könnten die Rhön-Arche bei Kaltenwestheim (Thüringen), die Wasserkuppe (Hessen) sowie der Jugendzeltplatz Schloss Saaleck bei Hammelburg (Bayern) sein. Dies soll gemeinsam mit einem anderen Projekt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön realisiert werden, dem Internationalen Sternenpark.

Spaß und Verantwortung im Einklang

Selbstverständlich steht der Spaß für die Kids im Vordergrund. Allerdings übernehmen die „Junior-Ranger“ auch gerne Verantwortung für Projekte im Rahmen des Naturschutzes. Beispielsweise übernehmen die Kinder die Patenschaft für einen Bach, um sich dem Schutz und Erhalt des Deutschen Edelkrebses zu widmen oder sie bauen Brutmöglichkeiten für die seltene Wasseramsel. Die Junior-Ranger in Hessen haben sogar eigene Bienenvölker. Bei allen Arbeiten am Bienenstand helfen sie aktiv mit und ernten im Sommer ihren eigenen Honig – mit allen notwendigen Arbeitsschritten.

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Übernachten im Heuschober

Abenteuer, Gemeinschaft und Natur sind für die bayerischen „Wanderratten“ ganz besonders wichtig. Da gibt es, über das Jahr verteilt, Aktivitäten wie Rucksackwanderungen, Kanuwandern auf der Fränkischen Saale, Apfelsaftpressen und Obstbaumpflege oder die aktive Mithilfe bei einem Rhönschäfer. Übernachtet wird auf den Touren in ganz einfachen Unterkünften wie beispielsweise in Zelten oder auch in einem Heuschober.

Der Blick über den Tellerrand hinaus

„Es ist wichtig, dass wir bei all unseren Aktionen auch über den eigenen Tellerrand hinausschauen“, sagen die Betreuer der „Wanderratten“ und der „Junior-Ranger“, die sich übrigens mehrmals im Jahr persönlich treffen, um gemeinsame Aktionen zu besprechen. Die „Wanderratten“ waren schon zu Mehrtagesfahrten im UNESCO-Biosphärenreservat und Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und im UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft unterwegs. Die „Junior-Ranger“ aus Hessen und Thüringen nehmen jedes Jahr am bundesdeutschen Junior-Ranger-Treffen teil, welches abwechselnd in einem deutschen UNESCO-Biosphärenreservat, Nationalpark oder Naturpark ausgerichtet wird.